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  Fortpflanzung/Nachwuchs bei Ratten
 

Fortpflanzung / Nachwuchs bei Ratten

Überlegt euch gut wenn ihr Züchten wollt.
Sorgt im vor feld für abnehmer für die Ratten.

Leider trotz der vielen Infos immer wieder vor, dass Rattenhalter unwissend bereits trächtige Ratten aus Zooläden erwerben oder trächtige Notfallratten übernehmen oder nur Züchten weil sie die Babys süß finden und nachher keine abnehmer für die kleinen haben.

Wichtige Daten:
 

 Geschlechtsreife bei Ratten:5 Lebenswoche
 Hitzigkeit bei Weibchen: etwar alle 4- 5 Tage für ca 6 Stunden


 Trächtigkeitsdauer: ca 21 tage
 Wurfgrösse: 8-18 Babys
  

 

Wenn Ratten Nachwuchs bekommen, braucht der Halter im Allgemeinen nichts weiter zu tun. Die Rattenmama weiß normalerweise selbst genau, was sie zu tun hat.

Wichtig ist, dass die Gitterstäbe des Käfigs einen Abstand von nicht mehr als 1 cm haben, sonst können die Kleinen, wenn sie erst das Krabbeln anfangen, sich dort durchzwingen. Auch sollte der Käfig nach Möglichkeit noch vor der Geburt gereinigt werden, da man ihn die ersten Tage weitgehenst in Ruhe lassen sollte und nur um das Nest herum reinigen.
Man sollte natürlich sehr vorsichtig sein, was das Hochheben der trächtigen Ratte angeht. Die kleinen Ungeborenen sind sehr empfindlich und können leicht verletzt werden.

Natürlich sollte der Wurf nach der Geburt, am besten wenn die Rattenmama gerade ihren gewohnten Freilauf bekommt, nach Totgeburten, Verletzungen oder Missbildungen untersucht und ggf. entsprechend eingegriffen werden.
Dabei sollten die Kleinen mindestens die ersten 4-5 Tage noch nicht berührt werden, manche Mütter nehmen die Babys sonst nicht mehr an. Eine gute Möglichkeit ist, sich die Hände vorher in dem Nistmaterial abzureiben. Trotzdem vorsichtig sein.

Manche Rattenmütter bauen ihr Nest ganz oben im Käfig. Wenn es sich hierbei nicht um eine durchgehende Etage handelt, sollte das Nest bzw. die Etage gegen Abstürze gesichert werden, damit die Babys beim umherkrabbeln nicht runterfallen können. Man kann z.B. Hängematten direkt unter die Etage hängen oder Zwischenbretter einlegen.
Viele Rattenmütter sind während der Saugzeit sehr agressiv und verteidigen ihr Nest bis aufs Blut. Man sollte das Nest dann also nur dann kontrollieren, wenn die Mutter grad ihren Auslauf hat. Den sollte sie natürlich auch während der Aufzucht haben, allerdings so, dass sie selbständig und jederzeit auch wieder zurück zu ihren Jungen kann.
Achtung! Auch sonst total zahme Ratten könen ihr Verhalten während sie Junge haben, dem Menschen gegenüber total verändern!

Die Mama braucht während der Trächtigkeit und auch während der Aufzucht, genau wie ihre Babys, etwas mehr Eiweiß (milder Käse, Babymilchbrei, Joghurt, Quark, Kolbenhirse usw.) als sonst üblich. Ansonsten sollte sie viel frisches Obst und Gemüse bekommen, wie jede andere Ratte aber auch.
Nach etwa 5 Tagen kann man anfangen, die Babys an die Hand zu gewöhnen, auch wenn sie noch blind sind. Zahme Ratten lassen sich wesentlich einfacher vermitteln und so werden sie schnell Menschenbezogen.
Es ist aber nicht zwingend notwendig, die Kleinen schon in dem Alter an die Hand zu gewöhnen, das funktioniert auch noch, wenn sie von selber anfangen, herumzukrabbeln.
Gerade bei Rattenmüttern, die gestresst auf die Störungen im Nest reagieren. kann sich das auch gegenteilig auswirken oder gar dazu führen, dass die Mutter ihre Babys gar nicht mehr beachtet oder sogar tötet/auffrisst.

Rattenbabys werden nackt und blind geboren, auch die Ohren sind noch geschlossen und angelegt. Sie sind Nesthocker.
Nach nur wenigen Tagen wächst der erste Flaum und man kann dann oft bereits die Grundfarbe erkennen. Die Augen und Ohren öffnen sich mit ca. 14 Tagen, dann fangen sie auch an, die ersten Krabbelversuche zu unternehmen.
Etwa mit der 3. Lebenswoche fangen die Babys an, zusätzlich zur Muttermilch festes Futter aufzunehmen, benötigen aber auf jeden Fall auch weiterhin Muttermilch.

Im Alter von ca. 6 Wochen sind die Babys abgabebereit. Die Männchen sollte man mit 5 Wochen von der Mutter trennen, damit es nicht zu erneuten Trächtigkeiten kommt, da sie zwischen Mutter, Schwestern und anderen weiblichen Ratten keinen Unterschied machen.
In der 4. - 5. Woche lernen die Babys das wichtige Sozialverhalten von der Mutter, von daher nicht unnötig früh trennen!
Der richtige Zeitpunkt ist immer etwas schwierig zu beschreiben. Sie sollten mindestens 4,5 Wochen alt sein, besser sind 5 Wochen. Die Hoden sollten komplett ausgebildet aus der Bauchhöhle herausgetreten sein. Die Weibchen können natürlich auch länger bei der Mutter bleiben.
Die Geschlechterbestimmung gestaltet sich oft etwas schwierig. Solange die Kleinen noch nackt sind, kann man meistens sehr gut die Zitzen der Weibchen erkennen. Auch "Löcher zählen" ist eine gute Möglichkeit. Weibchen haben 3 Löcher, Männchen nur 2. Weibchen. Eine weitere Möglichkeit ist der Abstand der Löcher. After und Harnröhre liegen beim Männchen sehr viel weiter auseinander als beim Weibchen.
Wenn man die Jungen nach und nach miteinander vergleicht, kann man die Unterschiede doch recht schnell erkennen.

 
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